Neuseeland – für viele ein Land am anderen Ende der Welt. Neue Popularität erhielt die Heimat der Maori, der Ureinwohner Neuseelands, durch die Verfilmungen des J.R.R. Tolkien-Klassikers
"Der Herr der Ringe". Seitdem ist Neuseeland ein beliebtes Reiseziel für alle, die einmal diese Drehorte hautnah erleben wollen.
2012 steht Neuseeland wieder im Fokus der Medien. Zum, einen weil dort Peter Jackson erneut einem
Tolkien-Roman Leben für die Kamera einhaucht, zum anderen, weil Neuseeland
Gastland der Frankfurter Buchmesse 2012 ist. Dort werden sich die angesagtesten Autoren des Landes präsentieren und auch kulinarische Spezialitäten den Gästen anbieten. Grund genug für uns, den Neuseeländern mal in den Kochtopf zu schauen.
Europäische Wurzeln in der Neuseeländischen Küche
Die australische und die neuseeländische Küche haben Wurzeln in der
Europäischen, vornehmlich der
Englischen Küche. Die Einwanderer von den britischen Inseln brachten ihre Lieblingsspeisen und Kochgewohnheiten mit ans andere Ende der Welt. Besonders
Fleischgerichte, vor allem Rind und Hammel, wurden importiert. Auch das traditionelle
"Porridge" durfte in der neuen Heimat nicht fehlen. Die Essgewohnheiten der
Maori flossen ebenfalls in die Neuseeländische Küche ein; sie machten den Einwanderern
Meeresfrüchte, Beeren und Wurzelgemüse, wie die Yam Wurzel, eine Süßkartoffelart, schmackhaft.
Neuseelands Spezialität ist Lammfleisch. Auf der Insel leben schätzungsweise siebenmal so viele Schafe wie Menschen. Und an Futter mangelt es ihnen auf den saftig grünen Weiden nicht. Den traditionellen
Lammbraten gibt es auf englische Art mit Minzsoße, dazu werden Kartoffeln, Erbsen oder Kürbis gereicht.
In Neuseeland geht es britisch zu
Neben Lammbraten englischer Art findet sich auch ein anderer britischer Klassiker auf den Speisekarten Neuseelands:
Fish and Chips! Die Fischsorte des beliebten Fastfoodgerichts ist abhängig von der Lage des Restaurants und der lokalen Fischbestände, so wird Fish and Chips an einer Ecke Neuseelands mit Snapper und Cod Fish serviert, an einer anderen Tarakihi und Hoki. Überhaupt sind
Fisch und Meeresfrüchte wie Langusten, Garnelen, Muscheln und die berühmten "Bluff-Austern", eine besondere Delikatesse des Landes.
Sandwichs, Pasteten und verschiedene Salate aus Reis, gegrilltem Gemüse, Nudeln oder Fisch fehlen ebenso nicht auf den Esstischen der Neuseeländer. Zum Nachtisch gibt es frisches Obst, vor allem Beeren und Kiwis – auch wenn letztere eigentlich in China beheimatet ist.
Das Lammfleisch wird jedoch nicht nur zu Braten oder Pasteten verarbeitet, aus der Milch der Schafe wird
Käse hergestellt. Die verschiedenen Sorten aus Ziegen- und Schafsmilch erfreuen sich in Neuseeland und über die Landesgrenzen hinaus immer größter Beliebtheit. Die traditionellen wie eigenwilligen Käsekreationen werden auf Wochenmärkten oder in Feinkostläden angeboten.
Ein gutes Tröpfchen – Neuseeländischer Wein
Zu einem deftigen Essen gehört ein gutes Glas
Bier. In Neuseeland gibt es gleich mehrere Brauereien, so dass jeder ganz leicht ein Bier nach seinem Geschmack findet. Auch im Ausland ist Neuseeländisches Bier erhältlich.
Aber ein echtes Highlight ist der Wein. Seit einigen Jahren machen die
Qualitätsweine aus Neuseeland von sich reden. Die Weingebiete erstrecken sich über die gesamten Inseln, bekannte Gebiete sind
Marlborough, Gisborne und Auckland. Angebaut werden
Sauvignon Blanc, Chardonnay, Pinot Noir und Merlot. Wer also seine nächste Reise nach Neuseeland plant, sollte unbedingt eine
Weinverkostung mitmachen. Es lohnt sich!
Autor: Jutta Ladwig